
Küssen unter dem Mistelzweig: Bedeutung, Legende & Tradition
Küsse unter dem Mistelzweig – eine Tradition mit Zauber
In Deutschland und Österreich hängen in der Weihnachtszeit in vielen Häusern Mistelzweige in den Türrahmen – und das nicht ohne Grund. Eine überlieferte Tradition besagt: Wer sich unter dem Mistelzweig küsst, bleibt für immer zusammen.
Eine weitere Legende verrät, dass der Kuss unter dem Zweig dem Paar Glück bringen soll. Steht eine Frau unter dem Mistelzweig und wird von ihrem Liebsten geküsst, kann sie im kommenden Jahr als Braut hervorgehen.

Die nordische Sage hinter dem Mistelzweig
Einem mystischen Zauber, dem wir alle gern erliegen. Der Mistelzweig hat unerklärliche Zauberkräfte – so verrät es eine nordische Göttersage. Die Mistel soll einst die heilige Pflanze der Liebesgöttin Frigga gewesen sein. Der böse Gott Loki wollte Friggas Sohn töten lassen. Jedes Tier und jede Pflanze musste versprechen, Balder keinen Schaden zuzufügen – nur den Mistelzweig vergaß Frigga zu fragen.
Balder musste schließlich durch eine Pfeilspitze aus Mistelholz sein Leben lassen. Der Überlieferung nach verwandelten sich Friggas Tränen in die weißen Beeren des Mistelzweiges. Nach drei Tagen holte die Mutter ihren Sohn ins Leben zurück.

Die Mistel als Liebespflanze – ein Versprechen für die Ewigkeit
Die Liebesgöttin Frigga war überwältigt vor Freude und küsste jeden, der unter dem Baum entlanggging. Sie nahm den Misteln das Versprechen ab, niemanden mehr zu schaden – von nun an sollten sie nur als Liebespflanze dienen.
Wer sich also noch nicht unter dem Mistelzweig geküsst hat, sollte das schleunigst nachholen! Misteln wachsen hauptsächlich auf Obstbäumen und Pappeln. Eine weißbeerige Mistel ist in unseren Breiten schnell gefunden – ein Küsschen im Handumdrehen aufgedrückt und eine Liebe, die für immer hält, darf erwartet werden.


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